"Euro" der Junioren und Jungen Reiter in Waregem/BEL - der 2.Dressurtag

Samstag, 12. September

Morgens gingen - wieder gleichzeitig - unsere beiden letzten Mannschaftsreiter an den Start. Julia zeigte, was sie sich mit After the Battle in dem halben Jahr, das sie ihn jetzt reitet, erarbeitet hat, und absolvierte eine präzise, sehr harmonisch wirkende Dressuraufgabe mit eindrucksvoller Galopptour. Leider hatte sie bei den Richtern ebenso schlechte Karten wie Ben gestern morgen, und den deutschen Fachleuten, die sie "im guten 40-erBereich" gesehen hatten, verschlug es doch etwas die Sprache, als sie die Punktzahlen sahen, die insbesondere wieder der belgische, aber auch der französische Richter vergeben hatten: das Ergebnis lautete 50,7. Atemberaubend waren dagegen die Wertnoten, die für die Ritte direkt davor und danach für die Konkurrenz gezogen wurden, da wurde dann auch über grundlegende Dinge wie eine permanent anstehende Kandare oder eine Galopptour komplett im Viertakt großzügig hinweggesehen. Im Ausland ist eben doch vieles anders… Die Engländerin ging mit 43,5 in Führung, und damit liegt das deutsche Junge Reiter-Team nach der Dressur (mal wieder) mit 0,1 Strafpunkten hinter den Briten auf Platz 2.

Wirklich auf Sieg gebucht scheinen aber die Junioren: Marie Kraack, die ihren sonst nicht als Dressurfan bekannten Sinestro mit einem abwechslungsreichen Wohlfühlprogramm seit den frühen Morgenstunden in Stimmung gebracht hatte, bekam für ihre Dressurvorführung eine spektakuläre 35,4. Damit ging sie in Führung, allerdings hatte auch bei den Junioren inzwischen die nächste englische Mannschaftsreiterin mit einer 38,3 tüchtig aufgeholt. Am längsten die Nerven behalten mussten Alina Meister und Hill Dream, die mittags als eines der letzten Teams an den Start gingen. Da sich die Richter bei dem letzten Reiter der Briten mit 42,1 Strafpunkten großzügig gezeigt hatten, hielten alle noch einmal den Atem an, als Alina sich in der Aufgabe einmal verritt (da war die Anspannung wohl doch zu groß gewesen), aber insgesamt machten die beiden ihre Sache so gut, daß sie das Viereck mit einem Endergebnis von nur 43,5 Punkten verließen. Damit war die Führung des deutschen Teams gerettet, und zwar mit einem Vorsprung von mehr als 8 Punkten vor den Briten!

Nachmittags trafen sich beide Mannschaften dann zum ausführlichen "course walking" mit Rüdiger Schwarz.



Bericht und Bilder: Christina Krajewski

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