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Pau/FRA (fn-press). Mit einem deutschen Doppel-Erfolg ist die internationale Vier-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung im französischen Pau zu Ende gegangen. Mit nur 0,1 Punkten Unterschied machten Dirk Schrade (Sprockhövel) mit King Artus und sein Landsmann und EM-Kollege Andreas Dibowski (Egestorf) mit FRH Euroridings Butts Leon die Plätze eins und zwei unter sich aus.
Als Dirk Schrade den Parcours verließ, riss er jubelnd die Arme hoch. Trotz eines Zeitfehlers lag er mit einem Endstand von 48,5 Minuspunkten noch immer auf Platz zwei vor Andreas Dibowski, der mit seinem Olympiapferd FRH Euroridings Butts Leon eine von nur drei fehlerfreien Nullrunden vorgelegt hatte. "Auf der Tafel war erst ein Fehler. Als ich gesehen habe, dass ich noch Zweiter bin, habe ich mich einfach riesig gefreut. Mit dem Sieg habe ich da noch nicht gerecht", sagte Schrade. Dafür musste er noch den Start des letzten Reiters abwarten. Oliver Townend (Großbritannien), der in diesem Jahr bereits die CCI**** Badminton und Burghley für sich entscheiden konnte, führte das Starterfeld nach Dressur und Gelände mit seinem Schimmel Carousel Quest an und hatte sogar einen Abwurf auf seine Verfolger "gut".
Doch der erste Fehler kam schnell und es blieb nicht bei dem einen. Die Stangen fielen in Serie. Mit insgesamt 31 Strafpunkten fiel der Brite auf den achten Rang zurück (74,3) und bescherte Schrade den ersten Vier-Sterne-Sieg in seiner Karriere.
"Ich hatte in diesem Jahr einen guten Start, eine gute Mitte und dann wurde es ein bisschen 'komisch'", sagte Schrade und spielte auf sein Pech bei den Deutschen und den Europameisterschaften an, wo er nach Stürzen ausscheiden musste. "Die Ergebnisse in Boekelo und Pau waren jetzt ein toller Saisonabschluss", sagte Schrade, dessen Spitzenpferde nun in die Winterpause gehen.
Einer der ersten Gratulanten des frisch gebackenen Siegers war Mannschafts-Olympiasieger, Peter Thomsen (Lindewitt). Er war als dritter deutscher Reiter in Pau am Start und belegte mit Parko Platz elf (80,3). Er ist der frühere Reiter des Holsteiners King Artus, der eigentlich zum Verkauf in Schrades Stall kam. "Zum Glück hat es sich die Besitzerin anders überlegt. Daher freut es mich auch so sehr, dass er hier so schön ging", sagte Schrade. Im Gelände, das 27 von 34 Paaren beendeten, kamen Schrade und King Artus ohne Hindernisfehler und nur zwei Sekunden über der erlaubten Zeit ins Ziel und verbesserten sich damit vom fünften Platz nach der Dressur auf Rang zwei. "Und das war nicht seine beste Dressur, da steckt noch mehr drin", kündigte Schrade für das kommende Jahr an.
Bericht: Uta Helkenberg/FN-Press - Bilder: Kit Houghton/FEI
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