Weltelite trifft sich im Juni in Luhmühlen - interessante Starts auch im CIC***

Die Partnerschaft zwischen der FEI und der internationalen Bank HSBC trägt auch in Luhmühlen Früchte, zumindest in Bezug auf das CCI****. Die sogenannten HSBC-FEI-Classics werden über eine Serie von 5 Viersterneprüfungen (siehe unsere Sonderseite) ausgetragen zu denen auch das CCI**** Luhmühlen zählt. Im dritten Jahr dieser Wertung merkt man deutlich, dass die meisten internationalen Top-Reiter auch in Richtung einer möglichst guten Platzierung bei dieser Serie planen, denn es gibt einiges an Geld zu verdienen.

Luhmühlen-Fans, die sicherlich wieder zahlreich in die Heide kommen werden, haben also die Möglichkeit Mary King, Sharon Hunt, Oliver Townend, Andrew Nicholson, Tim Lips, Alison Springer und auch Badminton-Sieger Paul Tapner - um nur einige der prominenten "Ausländer" zu nennen - live und hautnah zu erleben. Aber nicht nur für die Zuschauer ist das Nennungsergebnis besonders erfreulich, die deutschen Starter nämlich erhalten dadurch Gelegenheit ihre eigene, sportliche Position innerhalb der Weltspitze zu bestimmen. Ingrid Klimke wird mit Butts Abraxxas sicherlich genauso zum Favoritenkreis gezählt wie Andreas Dibowski, der dieses Jahr FRH Fantasia satteln wird und auch auf Anna Warnecke, die in Badminton dieses Jahr Pech hatte, freuen sich viele Fans. Andreas Dibowski war übrigens bei seinen letzten drei Viersterne-Starts jeweils 2., was eine unglaublich große Leistung ist, aber sicherlich auch den Wunsch auf einen Sieg vergrößert.

Obwohl es ein paar Reiter, allen voran Michael Jung, Hinrich Romeike und Frank Ostholt, nach Strzegom/POL zieht (1 Woche später + Weltcup), für das CIC*** musste in diesem Jahr sogar eine Warteliste eröffnet werden, so groß war die Nachfrage. Neben den Top-Reitern wird diese Prüfung besonders durch die Nachwuchskräfte im - und auch unter dem Sattel interessant. Bei den Reitern sind das u.a. Nadine Marzahl und Nicolai Aldinger. Unter dem Sattel wird man zum ersten Mal auf diesem Niveau Lanfranco TSF beobachten können, der von Bettina Hoy geritten wird.

Mit der diesjährigen Veranstaltung heißt es dann Abschied nehmen vom "Outfit" des Turnierplatzes. Direkt nach dem Turnier beginnen die Baumaßnahmen, die dann bis zum Juni-Turnier 2011, also dem CCI**** und den Deutschen Meisterschaften, abgeschlossen sein sollen. Aus dem großen Turnierplatz wird ein Allwetterplatz, die Wiese wird also weichen müssen, genauso wie aus den Abreiteplätzen. Außerdem wird es einen neuen Richteturm innerhalb eines "Multifunktionsgebäudes" geben und direkt beim Betreten des Turnierplatzes wird sicherlich der neue Eingangsbereich ins Auge fallen. Man darf sich also berechtigterweise auf 2011 freuen.

Zur Zeit ist aber erst einmal der britische Aufbau-Trupp im Gelände zu Gange. In der nächsten Woche werden wir einen Blick auf die Strecke werfen können und aktuelle Bilder mitbringen.

Die Nennungsliste für 2010 finden Sie auf der rechten Seite!

Hier ein paar Bilder vom Turnier in 2009 - mit freundlicher Genehmigung von Jeep-Deutschland (zum Starten der Galerie bitte ein Bild anklicken):



Parcourschef Captain Mark Phillips gibt einen Prüfungsausblick 2010

Im letzten Jahr verlief die Geländeprüfung des CCI**** suboptimal, um es einmal frei nach Gerhard Schröder vorsichtig auszudrücken. Einer der Gründe dafür waren die vielen technischen Abfragen - häufig verbunden mit Richtungswechseln, die für die Pferde überraschend sein mussten. Die TGL (Turniergesellschaft Luhmühlen) hat an Captain Mark Phillips als "Course-Designer" festgehalten. Ob er die Chance nutzen wird und "schönen" Sport in der Heide möglich macht, das gehört für mich zu den spannenden Fragen in diesem Jahr.

Über die Entscheidung und dem Festhalten an Captain Mark Phillips ist in der deutschen Vielseitigkeitsszene nicht jeder glücklich, auch deshalb, weil der Aufbau für das Juni-Turnier und die Europameisterschaften 2011 ebenfalls in seine Hände gelegt worden sind. Übrigens könnte Captain Mark Phillips nur dann das Championat in 2011 nicht bauen, wenn seine Tochter daran teilnimmt, was durchaus möglich ist.

Streckte man aber in den letzten Wochen seine Fühler aus, zum Beispiel durch einen Spaziergang entlang der beiden Wasserkomplexe oder das Lesen der regionalen Presse, so macht sich ein positives Gefühl immer breiter und man gibt der Möglichkeit eine immer gößer werdende Chance, dass Captain Mark Phillips gemeinsam mit Rüdiger Schwarz (wird der Technische Delegierte sein) und dem "Team Evans" einen richtig schönen Viersterne-Kurs bauen wird.

Hier ein paar Impressionen von den beiden Wasserkomplexen und "mächtigen Klassikern" (zum Starten der Galerie bitte ein Bild anklicken):



Ich persönlich hätte spätestens bei den Europameisterschaften lieber einen deutschen Parcourschef gesehen, bin froh, dass ich solche Entscheidungen nicht treffen muss und freue mich darauf zu sehen, was Captain Mark Phillips aus "seiner Chance" machen wird!


Hier nun ein aktuelles Interview, das uns vom Veranstalter übermittelt wurde:

Was werden die größten Veränderungen im Geländeparcours sein – verglichen mit der Prüfung 2009?
Captain Mark Phillips: „Die Geländeprüfung wird auf einem recht ähnlichen Kurs laufen, wie letztes Jahr. Ich habe aber versucht, das Ganze für Pferde und Reiter deutlich flüssiger zu gestalten. Die Hindernisse werden einladender und freundlicher sein, als noch im vergangenen Jahr.“

Was war das wichtigste Thema, an dem Sie in dem Zusammenhang gearbeitet haben?
Captain Mark Phillips: „...den Geländekurs besser als letztes Jahr zu gestalten!“

Das Turnier wird ein Jahr vor der Europameisterschaft in Luhmühlen ausgetragen. Denken Sie, dass es eine Menge Starter geben wird, die sich ein Bild davon machen möchten, was sie 2011 hier erwartet?
Captain Mark Phillips: „Das weiß ich nicht. Viele europäische Reiter kennen Luhmühlen ohnehin bereits sehr gut. Viele werden im Juni 2011 kommen, um die neuen Plätze und Stallungen zu sehen, wenn diese dann fertig sind.“

Dies ist das Jahr der Weltreiterspiele in Kentucky (USA). Wieviel WM steckt bereits im Turnier in Luhmühlen?
Captain Mark Phillips: „Wir werden ein Hindernis zum Thema Weltreiterspiele direkt auf dem Turnierplatz stehen haben und werden auch noch versuchen bereits ein Hindernis zu kreieren, das Olympia 2012 in London gewidmet ist.“

Was sind die großen Vorteile der neuen Zusammenarbeit mit dem ‘Team Evans’ im Geländeaufbau?
Captain Mark Phillips: „Ich arbeite jetzt seit zehn Jahren mit dem Team Evans zusammen. Das Team ist sehr gut, sehr erfahren und versteht es, die Qualität an Arbeit abzuliefern, die auf diesem Turnierniveau benötigt wird. Reiter und Zuschauer werden dieses Jahr den großen Unterschied in der Präsentation bemerken!“


Bericht: Gabriel Kolb / Interview: Veranstalter

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German-Eventing ist ein Projekt von Gabriel Kolb - [IV-E]

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Nennungsliste 2010:


Nennungen 2010 [PDF]