CIC***-W in Gatcombe: Anna Warnecke Platz 19, Dirk Schrade Platz 44

Wegen des großen Teilnehmerfeldes ist die Dressur des CIC***-W in Gatcombe auf drei Tage verteilt worden. Der Umstand, dass die letzten 22 Paare deshalb am Sonntag alle drei Disziplinen absolvieren müssen stört dabei aber keinen. "Die meisten sind voll im Training für Burghley, da macht das garnichts," erklärt uns Anna Warnecke. Am Ende des zweiten Tages ist zwar immer noch Lucinda Fredericks (Headley Britannia) in Führung, zu ihr aufgerückt und mit ebenfalls 36 Minuspunkten bewertet, ist allerdings Mary King (Imperial Cavalier).

Mit 41,2 Minuspunkten folgt auf Rang drei Clayton Fredericks/AUS mit Ben Along Time, gefolgt von Ruth Edge und Mayem III (-42,1).

Anna Warnecke, die bereiits am Freitag die Dressur absolvierte, rangiert zur Zeit auf einem hervorragenden 19. Platz (-53,9) und hat damit allerbeste Chancen auf eine vordere Platzierung. Die Entscheidung wird in Gatcombe erst im Gelände fallen, was Twinkle Bee, dem irischen Pferde von Anna, sehr entgegen kommt. In 2008 war er beim CIC*** in Chatsworth/GBR schnellstes Pferd, gelingt ihm hier ähnliches, dürfte ein vorderer Platz sicher sein. "Gatcombe ist das schwerste CIC der Welt und gäbe es auch für Kurzprüfungen vier Sterne, man müsste sie hier vergeben. Ich war schon ein paar mal mit Twinkle Bee hier am Start und wir kommen mit dem hügeligen Gelände sehr gut zurecht," beschreibt Anna Warnecke ihre Eindrücke von der Geländestrecke. "Hier ist wirklich so gut wie jeder mit Rang und Namen," ergänzt sie und beantwortet damit die Frage wie sie ihre eigenen Chancen einstuft.

Für Dirk Schrade, der am heutigen Samstag im Viereck war, lief es mit Be My Guest nicht ganz so gut (-61/Rang 44), aber auch er teilt die Meinung von Anna Warnecke, dass sich alles im abschließenden Gelände entscheiden wird und zwar mit großen Verschiebungen im Klassement: "Das Gelände hier ist so bergig, etwas ähnliches gibt es in Deutschland nicht. Die Sprünge sind dadurch viel schwerer als sie auf dem Plan erscheinen. Ich hoffe, dass Be My Guest nicht zu motiviert in die Strecke geht, damit ich das Tempo gut regeln und voll angreifen kann. Fit genug ist sie auf jeden Fall um hier schnell gehen zu können."

Bevor es aber auf die Q-Strecke geht steht für alle Teilnehmer noch das Springen auf dem Programm, was nicht ganz einfach ist, denn der Springplatz liegt auch schon ordentlich am Hang. Das Wetter spielt aber zum Glück mit. Bis Donnerstag hat es zwar so sehr geregnet, dass es fast schon kritisch wurde, dem Boden habe es aber sogar gut getan, erfuhren wir von Dirk.



Bericht und Bild: Gabriel Kolb

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