CCI**** nach der Dressur: Oliver Townnend führt, kai Rüder liegt an 6. Stelle

In Burghley gelten eigene Gesetzte, so ist zum Beispiel bekannt, dass sich auf jeden Fall die Prüfung im Gelände entscheiden, zumindest vorentscheiden, wird. Auch in diesem Jahr betont Gelände-Aufbauer Mark Phillips/GBR, dass er zwar die Strecke verkürzt habe und auch die Sprünge sehr pferdefreundlich wären, aber trotzdem Burghley seinem Ruf gerecht wird. Besonders die Antwort auf die Frage, ob die vorgenommene Verkürzung der Strecke besseren und sichereren Sport begünstigt, wird interessant. Nicht alle Reiter sind nämlich davon begeistert, denn bei dem früheren Streckenabschnitt konnten die Pferde sich gut erholen, nun kommen die nächsten schweren Aufgaben in schnellerer Folge.

Das Wetter ist an diesem Wochenende für "Burghley-Verhältnisse" gut. Es hat zwar eine Menge geregnet, der starke Wind führte aber zu einem guten Abtrocknen des Bodens. Nun hoffen aber alle, dass der Wind sich legt, denn bereits in der Dressur hat er für die ein oder andere Schwierigkeit gesorgt.

Wieder einmal gute Nerven hat Leprince des Bois, der französische Hengst von Kai Rüder, bewiesen (Bild oben). Mit -46,7 Punkten liegt das deutsche Paar auf Rang 6 und hat damit Chancen auf eine vordere Platzierung oder sogar den Sieg. In bisherigen Prüfungen zeigte sich Leprince des Bois völlig unbeeindruckt von den Geländesprüngen, ging diese aber auch gerne zu stürmisch an. Kai Rüder hatte stets alle Hände voll zu tun, um trotz des erheblichen Übermutes seines Pferdes in machbare Distanzen zu den Sprüngen zu kommen. Laut Bundestrainer Hans Melzer sind lange und hügelige Strecken deshalb genau das Richtige für Kraftpaket Lesprince des Bois.

Neben Kai Rüder sind zwei weitere deutsche Top-Paare am Start: Anna Warnecke mit Twinkle Bee (40./-57,5) und Dirk Schrade mit Be My Guest (26./-52,8), der zur Zeit von einem Höhepunkt zum anderen reist. Auch für Anna und Dirk ist noch vieles möglich, ein Blick auf die Ergebnisse der letzten Jahre zeigt nämlich, dass man mit einem Gesamtergebnis unter 60 Minuspunkten stets bei den besten Paaren ist.

Jemand, dem man eine gute Position nach der Dressur durchaus auch gönnen kann, ist für mich Andrew Nicholson/NZL. Der fleissige und sehr erfahrene Reiter gehört seit Jahren zur internationalen Spitze, für einen großen Sieg hat es bisher aber nur selten gereicht. Mit Nereo (Bild rechts) liegt er an 2. Stelle (-45,0) und die letzten Platzierungen bei den CIC***'s in Gatcombe (9.) und Barbury Castle (2.) sowie der Sieg in Bramham signalisieren eine sehr gute Form und machen ihn zu einem der großen Favoriten nach der Dressur.

Die Geländeprüfung beginnt am Samstag um 11:00 Uhr Ortszeit (hier: 12:00 Uhr), alle wichtigen Daten finden Sie auf der Startseite von GE (German-Eventing)

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Bericht: Gabriel Kolb - Bilder: Kit Houghton/Land Rover Burghley Horse Trials

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